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Der Autor

                                         


Der Weg zum Romanautor

Schon als Kind wollte er Dichter werden. Mit zehn beschrieb und zeichnete Hannes Meier den „Untergang der Lusitania“, eines der größten Passagierschiffe, das 1915 von einem deutschen U-Boot versenkt worden war. Sein Opa hatte ihm eine zeitgenössische Darstellung gezeigt, auf der die Lusitania mit vier rauchenden Kaminen und schwerer Schlagseite in den Fluten versank. 

Leider ist dieses Erstlingswerk verschollen.


 

                                                                    Zeichnung der britischen Illustrierten „The Sphere“ vom Untergang der Lusitania


Die Grundschule war ihm ein Horror. Während die Klasse Schönschrift und das kleine Einmaleins übte, sah er den sirrenden Schwalben um den benachbarten Kirchturm zu und träumte sich mit ihnen ins ferne Afrika, bis der Lehrer den zerstreuten Schüler mit einer kräftigen  Kopfnuss ins Schulleben zurückbeförderte.

Am Gymnasium fand er in Gestalt einer Deutschlehrerin endlich eine Weggefährtin im Geiste. Er schrieb nun Bestnoten (wenigstens in Deutsch) und glaubte sich nach einer von der Lehrerin hochgelobten Versdichtung im Stil von Goethe auf dem richtigen Weg.

Nach der Matura setzte Hannes Meier sich ab nach Griechenland. Hölderlins romantische Dichtung („Hyperion“) im Kopf, die Ruinen der Antike vor der Nase, begann er in Athen mit dem Studium der Archäologie und dem Schreiben von Lyrik. Seinen Lebensunterhalt sicherte er sich mehr schlecht als recht mit Jobs als Nachhilfelehrer und Französisch-Konversation bei einer älteren Dame. Um seinen Poesieband zu vollenden, zog er sich schließlich auf die Insel Santorin zurück, die damals noch keine Touristenhochburg war und erst nach umständlicher Fahrt mit einem Transportschiff erreicht wurde, das zuvor die gefühlte Hälfte der Kykladeninseln abgeklappert hatte. Zusammen mit seinem Freund Rolf, einem jungen deutschen Bildhauer, wohnte er in dem weißgetunkten Dorf hoch über der sagenhaft blauen Bucht der Vulkaninsel. Während Rolf seine Plastiken aus dem Block schlug, rang Hannes mit Worten und Versen, bis er eines Tages zur Erkenntnis kam, dass Prosa ihm doch näher lag und er sein poetisches Werk beim abendlichen Retsina als Rauchzeichen in den Sternenhimmel steigen ließ. 

Santorin

Nach der Rückkehr ins heimatliche Zürich wollte er seinem Talent durch ein Germanistikstudium den letzten Schliff geben. Doch statt der erhofften literarischen Höhenflüge erwarteten ihn alt- und mittelhochdeutsche Grammatik und das Bibliografieren von Sekundärliteratur.

Eine Fügung des Schicksals lenkte seine literarischen Ambitionen in neue Bahnen: Er bewarb sich an der frisch gegründeten Filmhochschule in München und wurde als einer der Wenigen auserwählt. Es folgten die wilden Jahre der Studentenrevolution in den 68ern und erste Filme, vorwiegend engagierte Dokumentationen. Später schrieb und inszenierte er Spiel, Unterhaltung, Bildung und Kultur, Action und Späße mit versteckter Kamera, Kurzfilme für Kinder und Sketche für "Sketch-Up" mit Iris Berben und Diether Krebs. Für die ARD und das ZDF schrieb er Drehbücher  für Spielfilme, in denen Publikums-Stars wie Maximilian Schell, Uschi Glas und Sascha Hehn die Hauptrollen spielten. Besonders beim Drehbuchschreiben hieß es: Backen zusammen und durch. Je höher das Budget, umso mehr Leute, die dem Autor mit eigenen Ideen auf die Sprünge helfen wollten. So wurde denn mancher gute Drehbucheinfall (erste Version) so lange von weisungsbefugten RedakteurInnen („es muss mehr pilchern“), profitorientierten Produzenten („das Cabrio von Mercedes muss öfter ins Bild“) und geltungssüchtigen „Stars“ („ich spiel doch keinen alten Mann, der stirbt!“) so lange durch den Wolf gedreht, bis hinten die vermeintlich quotenträchtige Wurst (achte Drehbuchversion) herauskam.

Bei allem Spaß und Erfolg - irgendwann beschlich Hannes Meier das Gefühl, einige der spannenden Stories noch nicht erzählt zu haben. Nämlich seine eigenen. 


Vita
Geboren  in Zürich als ältestes von sechs Kindern. Aufgewachsen in einer Kleinstadt in der Nähe von Zürich. Nach der Matura Studienaufenthalt in Athen (Neugriechisch, Archäologie 1964), vier Semester  Germanistik und Theaterwissenschaft an der Universität Zürich. Mitglied des Studententheaters Zürich.

1967 Aufnahme in die Filmklasse (A-Kurs) der neugegründeten HFF (aufgenommen wurden 20 von rund 600 Bewerbern), 1971 Abschluss in Drehbuch und Regie. Abschlussfilm MÄDCHENPENSIONAT (ein langer Dokumentarfilm über die Erziehung in einem katholischen Mädcheninternat in der Innerschweiz)
Auszeichnung bei den Solothurner Filmtagen

Ab 1967 Lebensmittelpunkt in München

Viele Dokumentarfilme (für BR, SDR, WDR, SWF, NDR, TELLUX)

u.a.. WEGE ZUM MENSCHEN (12-teilige Reihe über die Humanistische Psychologie und deren Begründer von Sigmund Freud bis Carl Rogers für alle 3. Programme der ARD)

DAS JAHR DANACH  (Landzeitdokus ARD), SCHOPENHAUER (NDR) usw.

ab 1989 auch Fester Freier Mitarbeiter Bayerischen Fernsehens


FAIR SICHER GELASSEN ca. 50 Fernsehspots zur Verkehrssicherheit,

viele pädagogische Kurzspielfilme und Kinderfilme im BR Familienprogramm

RTL  ca. 40 action-Beiträge in der Reihe NOTRUF

APRIL APRIL, Unterhaltungssendung, versteckte Kamera mit Frank Elstner (RTL)

 ab 1997:

Drehbücher für Comedy-Serien:   

SKETSCH UP (ARD) mit Dieter Krebs und Iris Berben,

DIE ROSTS (RTL).

DREHBÜCHER für TV -Spielfilme: (ab 1999)

 „WILDER KAISER“  (drei Folgen à  90 Min, ZDF und ORF) (Co-Autor Maximilian Krückl)

 „ALLES GLÜCK DER ERDE“  (90 Minuten, Degeto/ARD/ ORF)

2007 FFF Bayern, Drehbuchförderung für das Kinoprojekt  „NOCH LANGE NICHT GENUG (Co-Autorin Eva-Marel Jura)

Ab 2010

div. Drehbuchentwicklungen, u.a.  DER LIEBHABER MEINER MUTTER

2014  Debut-Roman
ANNAS CHRONIK UND DER KRIEG DER ZU KURZ GEKOMMENEN       

ab 2016  Arbeit an einem neuen Roman

                                   



Auszeichnungen

Am 25.Oktober 2016 erhielt der Roman eine Auszeichnung der Stiftung „Kreatives Alter“ im Kongresshaus in Zürich.  

                                                                                       



Veranstaltungen

Lesung Stadtbücherei Garching vom 27.Juni 2014